Wir liegen nebeneinander
In deinem Bett
Und suchen nach etwas
Das nicht in uns ist
Und weil das passiert ist
Aus einem Glas zu viel
Geh ich jetzt, danke
Es war schön mit dir
Vielleicht sieht man sich wieder
Nicht in einer Spelunke
Beim nächsten Mal Kaffee und
Den nicht im Dunkeln
Vielleicht auch nicht
Meine Träume sind beschissen
Ich will doch nur einen
Mehr als einmal küssen

Ich tanz auf den Tischen
Ertränk mich in Gläsern
Bisschen Kamikaze
Auf den letzten Metern
Und meiner Einsamkeit
Singt leise in mir
Bis mich jemand findet
Tanze ich hier
Tanze ich hier

Und heute dann Sonntag
Tatort bei Freunden
Vorher indisch kochen
Und den Samstag bereuen
Dem Juli mangelt es an Vitamin D
Die Sonne kommt mal wieder
Etwas zu spät
Wir stoßen an auf die Jugend
Auf Liebe und Leben
Und unsere wilden Herzen schlagen nicht
Sie beben
Ich will etwas seien
Für irgendwen
Bis mich jemand findet
Werde ich mich hier drehen

Ich tanz auf den Tischen
Ertränk mich in Gläsern
Bisschen Kamikaze
Auf den letzten Metern
Und meiner Einsamkeit
Singt leise in mir
Bis mich jemand findet
Tanze ich hier
Tanze ich hier

Meine Sehnsucht ist schon heißer
So laut schreit sie in mir
Ich will doch nur ’nen Platz
An dem man angehalten wird
Und wo die Liebe hinfällt
Schlägt sie ihre Knie auf
Doch ich dreh mich einfach weiter
Und sing laut:

Ich tanz auf den Tischen
Ertränk mich in Gläsern
Bisschen Kamikaze
Auf den letzten Metern
Und meiner Einsamkeit
Singt leise in mir
Bis mich jemand findet
Tanze ich hier
Tanze ich hier

Ich tanz auf den Tischen
Ertränk mich in Gläsern
Bisschen Kamikaze
Auf den letzten Metern
Und meiner Einsamkeit
Singt leise in mir
Bis mich jemand findet
Tanze ich hier
Tanze ich hier

Ich tanz auf den Tischen
Ertränk mich in Gläsern
Bisschen Kamikaze
Auf den letzten Metern
Und meiner Einsamkeit
Singt leise in mir
Bis mich jemand findet
Tanze ich hier
Tanze ich hier

O, ja tanze ich hier
Bis mich jemand findet
Tanze ich hier
 

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Wo bist du gewesen?
Warum bist du so kalt?
Möchtest du nicht reden?
Welche Farbe hat dein Frosch im Hals?

Draußen heult der Regen, nur Schweigen füllt den Raum
Ich suche deine Augen, doch dein Blick weicht meinem aus
Du beisst dir auf die Lippen, es fällt dir gar nicht auf
Und mit einem Kratzen auf der Stimme, ganz langsam packst du aus

Was soll ich davon halten? Ich weiß es nicht genau
Es waren große Stücke, jetzt bleibt nur Schutt und Staub
Du hast Blut auf deinen Lippen, es fällt dir gar nicht auf
Deine Hände zittern und deine Schultern auch
Dein Körper ist am beben, du löst dich darin auf
Verpackt in tausend Tränen lässt du alles raus

Was soll ich davon halten? Ich weiß es nicht genau
Es waren große Stücke, jetzt bleibt nur Schutt und Staub
Ich gehe jetzt nach Hause, ruf mich an, wenn du was brauchst
Wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus
Wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus
Wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus
Wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus
Wenn man die Augen zu macht, klingt der Regen wie Applaus
Und die Tür, die gerade zufällt, hörst du die auch?
 

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Als ich noch ein junger Mann war,
Saß ich locker irgendwann da,
Auf der Wiese vor’m Hotel Kempinski.
Trommelstöcke in der Tasche,
In der Hand ’ne Cognacflasche,
Und ein Autogramm von Klaus Kinski.

Ich guckte hoch aufs weiße Schloss,
Oder malochen bei Blohm & Voss,
Ne irgendwie, das war doch klar,
Irgendwann da wohn ich da,
In der Präsidentensuite,
Wo’s nicht reinregnet und nicht zieht,
Und was bestell‘ ich dann?
Dosenbier und Kaviar

Und Ich mach mein Ding,
Egal was die anderen sagen
Ich geh meinen Weg,
Ob gerade ob schräg, das ist egal
Ich mach mein Ding
Egal was die anderen labern,
Was die Schwachmaten einem so raten,
Das ist egal
Ich mach mein Ding

Und jetzt kommst du aus der Provinz,
Und wenn auch jeder sagt du spinnst,
Du wirst es genauso bringen.
Machst auf die charmante Art
Mal elastisch, manchmal hart,
Manchmal musst du Glück auch zwingen
Später spricht dann Wilhelm Wieben
Er ist sich immer treu geblieben,
Die Mode kam, die Mode geht,
Man war immer noch der King.

Ja du machst dein Ding
Egal was die ander’n sagen
Du gehst deinen Weg
Ob geradeaus, schräg
Das is‘ doch egal
Du machst dein Ding
Egal was die ander’n labern
Was die Schwachmaten einem so raten
Das ist egal

Und dann bist du dir immer treu geblieben
Und Roomservice wird mit U und H geschrieben

Und ich mach mein Ding
Egal was die ander’n labern
Das ist egal
Was die Schwachmaten einem so raten
Ja ich mach mein Ding
Egal was die ander’n labern
Was die Schwachmaten einem so raten
Das ist egal
Ich mach mein Ding
Egal was die ander’n labern
Was die Schwachmaten einem so raten
Das ist egal

Ich mach mein Ding.
Ich mach mein Ding.
Ich mach mein Ding.
 

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Well sometimes I go out by myself
And I look across the water
And I think of all the things, what you’re doing
And in my head I paint a picture
‚Cause since I’ve come on home,
Well my body’s been a mess
And I’ve missed your ginger hair
And the way you like to dress
Won’t you come on over
Stop making a fool out of me
Why don’t you come on over Valerie?

Did you have to go to jail,
Put your house up for sale, did you get a good lawyer?
I hope you didn’t catch a tan,
I hope you’ll find the right man who’ll fix it for ya
And are you shopping anywhere,
Changed the color of your hair, are you busy?
And did you have to pay that fine
You were dodging all the time, are you still dizzy?
‚Cause since I’ve come on home,
Well my body’s been a mess
And I’ve missed your ginger hair
And the way you like to dress
Won’t you come on over
Stop making a fool out of me
Why don’t you come on over Valerie?

Valerie
Valerie
Valerie

Well sometimes I go out by myself
And I look across the water
And I think of all the things, what you’re doing
And in my head I paint a picture
‚Cause since I’ve come on home,
Well my body’s been a mess
And I’ve missed your ginger hair
And the way you like to dress
Won’t you come on over
Stop making a fool out of me
Why don’t you come on over Valerie?

Valerie
Valerie
Valerie
Valerie

Why don’t come over Valerie?
 

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Radiohead – Creep

28. Dezember 2017


When you were here before
Couldn’t look you in the eye
You’re just like an angel
Your skin makes me cry
You float like a feather
In a beautiful world
And I wish I was special
You’re so fuckin‘ special
But I’m a creep, I’m a weirdo.
What the hell am I doing here?
I don’t belong here.
I don’t care if it hurts
I want to have control
I want a perfect body
I want a perfect soul
I want you to notice
When I’m not around
You’re so fuckin‘ special
I wish I was special
But I’m a creep, I’m a weirdo.
What the hell am I doing here?
I don’t belong here.
She’s running out again,
She’s running out
She’s run run run run
Whatever makes you happy
Whatever you want
You’re so fuckin‘ special
I wish I was special
But I’m a creep, I’m a weirdo,
What the hell am I doing here?
I don’t belong here.
I don’t belong here.
 

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Silent night, holy night
All is calm, all is bright
Round young virgin mother and child
Holy infant so tender and mild
Sleep in heavenly peace
Sleep in heavenly peace

Oh oh oh holy night
Oh oh oh holy night

Silent night, holy night
Shepherds quake at the sight
Glorious strains from heaven afar
Heavenly hosts sing alleluia

Christ the savior is born
Christ the savior is born

Oh oh oh holy night
Oh oh oh holy night

Silent night, holy night
Son of god, love’s pure light
Radiant beams from thy holy face
With the dawn of redeeming grace

Jesus Lord at thy birth
Jesus Lord at thy birth

Oh oh oh holy night
Oh oh oh holy night

Oh oh oh holy night
Oh oh oh holy night
 

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One morning in June
some twenty years ago
I was born a rich man’s son
I had everything that money could buy,
but freedom I had none

I’ve been looking for freedom
I’ve been looking so long
I’ve been looking for freedom
Still the search goes on
I’ve been looking for freedom
since I left my home town
I’ve been looking for freedom
Still it can’t be found

I headed down the track
my baggage on my back
I left the city far behind
Walking down that road
with my heavy load
trying to find some ease of mind

Father said: „You’ll be sorry, son,
if you leave your home this way
And when you realize
the freedom money buys
You’ll come running home someday“

I’ve been looking for freedom
I’ve been looking so long
I’ve been looking for freedom
Still the search goes on
I’ve been looking for freedom
Since I left my home town
I’ve been looking for freedom
Still it can’t be found

I made a lot of dues
had plenty to lose
travelling across the land
Worked on a farm,
got some muscle in my arms
but still I’m not a self-made man
I feel the run for many years to come
I’ll be searching door to door
And given some time
some day I’m gonna find
the freedom (freedom, freedom) I’ve been searching for

I’ve been looking for freedom
I’ve been looking so long
I’ve been looking for freedom
Still the search goes on
I’ve been looking for freedom
Since I left my home town
I’ve been looking for freedom
Still it can’t be found
 

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Mister Me – Licht an

8. November 2017


Bist immer mitgekommen
ganz egal wo wir grad waren
irgendwas hat’s dir gebracht
jedes Kleinstadtkonzert vor 40 Mann
du erste Reihe, die jeden Text singen kann

Moni, an dir war nichts kalkuliert
und wir waren auch nicht mehr als fünf Mann mit Musik
hast am Anfang mundlos rumgestanden
später Fotos lachend, wie unbefangen auf ein Bier
ich war nicht stetig aufrichtig
viel zu sehr bei mir, vielleicht sehr zu perfektionistisch
all diese Bilder ziehen vorbei
wie die Frage: Hattest du eine perfekte Zeit?

Wir konnten es ahnen, du musstest planen
doch wenn er kommt, ist der Moment dann immer anders
wie bereitet man sich vor?
wie lang hält dein Atem an?
jetzt hält er für immer

Dann geht das Licht an
und die Leute gehen nach hause
und als letztes vor der Bühne stehst nicht du
dann geht das Licht an
alle Zeit ist gut
wenn dein Gefühl uns innewohnt
hat es sich mega gelohnt
dann geht das Licht an

Eh das ist doch absurd, wie das so geht
ich kenn dich eigentlich nicht, nur deine zwei Frisuren
bemerkt, dass dir etwas fehlt,
dass du im Kampf gehen Windmühlen stehst
dein suchender Blick traf auf Unsicherheit
mir fiel nichts ein in der Stille zu zweit
doch im Kreis von guten Freunden
war alles andere völlig unbedeutend

Egal, ob aus diesen Songs was wird
für den Moment hats dich in ne andere Welt entführt
ganz schön verrückt, wie die gute Zeit als Helfer wirkt
kurz war es gut, du bist geblieben, kommst nicht mehr zurück
du kommst nicht mehr zurück

Dann geht das Licht an
und die Leute gehen nach hause
und als letztes vor der Bühne stehst nicht du
dann geht das Licht an
alle Zeit ist gut
wenn dein Gefühl uns innewohnt
hat es sich mega gelohnt
dann geht das Licht an
dann geht das Licht an

Sich gut zu fühlen
fühlt sich schwierig an
wenn ich an dich denke

Alles aus, ich hab einen Wunsch für dich verfasst

Dann geht das Licht an
und die Leute gehen nach hause

Dann geht das Licht an
und die Leute gehen nach hause
und als letztes vor der Bühne stehst nicht du
dann geht das Licht an
alle Zeit ist gut
wenn mein Gefühl uns innewohnt
hat es sich mega gelohnt

Dann geht das Licht an
und die Leute gehen nach hause
und als letztes vor der Bühne stehst nicht du
dann geht das Licht an
alle Zeit ist gut
wenn mein Gefühl uns innewohnt
hat es sich mega gelohnt
dann geht das Licht an

 

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Holst du Anlauf
Oder bist du verwirrt
Sag’s bitte
Damit ich wieder aufhör‘
Ich hab gesagt, sag nichts
Nur weil du sollst
Hab nicht geahnt
Dass dann gar nichts mehr kommt
Liebe kann man nicht kaufen
Vielleicht waren wir zu langsam
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Vielleicht waren wir ja zu langsam
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Denkst du nach
Oder hast du’s schon raus
Sag bitte
Woran auch immer du glaubst
Schockstarre
Und gar nichts mehr geht
Deine Lähmung
Ob du wohl je wieder aufstehst
Das kann man nicht kaufen
Dich kann man nicht kaufen
Vielleicht waren wir zu langsam
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Vielleicht waren wir ja zu langsam
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Hast du wirklich überlegt
Und hast du genau nachgedacht
Nicht dass du später bereust
Was du jetzt getan hast
Kannst du dir glauben
Und dir vertrauen
Wie lange du brauchst
Um es fertig zu bauen
Hör nicht auf
Alles, was du tust
Es wird wunderschön
Überflüssig, aber gut
Ein Windstoß, wo es keine Segel gibt
Eine Ente, die sich in ihr Geld verliebt
Eine Uhr, die dich schlägt, wenn du etwas vergisst
Überflüssig, aber gibt’s noch nicht
Ein Aufzug, der höher fährt als das Haus
Überflüssig, das denkst du dir gerade aus
Frag mich
Ob wir uns wieder verlieren
Und sag nicht
Auf jeden Fall
Los, frag mich
Wo wärst du lieber als hier
Und sag nicht
Überall
Wir haben uns getäuscht
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Vielleicht waren wir ja zu langsam
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Vielleicht waren wir ja zu langsam
Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
 

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Kettcar – Sommer 89

18. August 2017


Es war im Sommer ’89, der 12. August
In Hamburg ging es los
In seinem alten, himmelblauen Ford Granada
Kasseler Berge, Würzburg, Nürnberg, Linz, Wien
Ließ er alles links liegen
Das Ziel war das Burgenland, die österreichisch-ungarische Grenze
In Mattersburg besorgte er sich den besten Bolzenschneider, den man für Geld kaufen konnte
Fast 400 Schilling
In Mörbisch am See checkte er in die Pension Peterhof ein
Kaufte sich einen Döner und wartete auf die Nacht
Um kurz nach eins klopfte es an seiner Tür
Der Verbindungsmann gab ihm einen Brief
Und verschwand wieder ohne ein Wort zu sagen
Er lernte den Brief auswendig und machte sich zu Fuß auf den Weg
Runter die Ödenburger Straße, vorbei an den letzten Laternen
Und kurz vor der Kehre in den Feldweg rechts rein bis ganz zum Ende
Die letzten hundert Meter weiter durch das hohe Gras
Hinein in das kleine Wäldchen
Die Grenzpatrouille um 3.30 abgewartet
Taschenlampe raus, drei mal kurz, zwei mal lang
Und dann auf der Lichtung sah er sie
Sie kamen, gerannt

Es war im Sommer ’89, eine Flucht im Morgengrauen
Er war der Typ, der durch die Nacht schlich
Und schnitt Löcher in den Zaun
An einer ungarischen Grenze
Im ersten Morgengrauen
Nur ein Bolzenschneider nötig
Für Löcher im Zaun
Im Sommer ’89

Als sie durch den Zaun durch waren
Liefen sie so schnell es die Kinder zuließen
Bis zu den ersten Laternen
14 Menschen, drei Familien
Keine Champagnerkorken, kein Konfettijubel
Nur große Erleichterung und noch größere Erschöpfung
Sie gingen gemeinsam zum Busbahnhof, setzten sich auf die Bänke
Und warteten auf den 6.22er Bus nach Wien
Vor lauter Müdigkeit wurde kaum gesprochen
Nur einmal fragte ihn eins der Kinder
Was denn der Spruch auf seinem Dead-Kennedys-T-Shirt zu bedeuten hätte
Als der Bus dann pünktlich vorfuhr, gab er einem Vater seinen Wien-Stadtplan
Mit der eingekreisten Adresse der deutschen Botschaft
Er verteilte seinen letzten Schillinge noch auf die drei Familien
Und wünschte ihnen allen ein gutes Leben
Sie bedankten sich tränenreich und vielmals für alles
In einer Sprache und einem Dialekt, den er kaum verstand
Er vermutete damals, dass das Sächsisch war

Es war im Sommer ’89, eine Flucht im Morgengrauen
Er war der Typ, der durch die Nacht schlich
Und schnitt Löcher in den Zaun
An einer ungarischen Grenze
Im ersten Morgengrauen
Nur ein Bolzenschneider nötig
Für Löcher im Zaun

Zurück in Hamburg dann die große Einerseits-Andererseits-Diskussion
Am WG-Küchentisch mit seinen Freunden
Einerseits wäre die Aktion natürlich gut gemeint gewesen
Wegen den Familien und so
Aber andererseits wäre eine deutsche Einheit
Und darauf laufe die Entwicklung der letzten Wochen nun mal hinaus
Ein großer Fehler
Deutschland dürfe nie wieder ein Machtblock mitten in Europa werden
Und eine solche Hilfe zur Flucht der DDR-Bürger
Würde nur zur weiteren Destabilisierung der Verhältnisse beitragen
Also wie gesagt: Die Aktion war menschlich verständlich, aber trotzdem falsch
Er schlug mit der flachen Hand auf die Tischplatte
Und sagte so leise, wie es ihm grad noch möglich war
Ihr wisst, dass das Schwachsinn ist
Sie lassen alles zurück und sie fliehen und vielleicht
Er machte eine kurze Pause und überlegte
Ob er den letzten Satz wirklich sagen sollte
Aber kein Wort mehr
Eine komplette Stille trat ein
Die anderen tauschten nur Blicke aus, einige lächelten milde
Jemand legte sogar sacht ein Hand auf seine Schulter
Die Sekunden vergingen
Er stand auf, verließ das Zimmer
Jacke, Tür, Treppenhaus, Luft
Er nahm seinen alten Ford Granada
Und ward nie mehr gesehen
Der Rest ist Geschichte

Es war im Sommer ’89, eine Flucht im Morgengrauen
Es war im Sommer ’89, und er schnitt Löcher in den Zaun
Sie kamen für Kiwis und Bananen
Für Grundgesetz und freie Wahlen
Für Immobilien ohne Wert
Sie kamen für Udo Lindenberg
Für den VW mit sieben Sitzen
Für die schlechten Ossi-Witze
Sie kamen für Reisen um die Welt
Für Hartz IV und Begrüßungsgeld
Sie kamen für Besser-Wessi-Sprüche
Für die neue Einbauküche
Und genau für diesen Traum
Schnitt er Löcher in den Zaun
 

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